Samstag, 04. Dezember 2021
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Neuer Kommandant und Stadtbrandrat Frank Limbach seit 01.11.2021 offiziell im Amt

Frank Limbach heißt der neue Kommandant und Stadtbrandrat den die Schweinfurter Feuerwehrmänner und -frauen im Rahmen der Dienstversammlung vor zwei Wochen gewählt haben. Mit der gestrigen Bestätigung der Wahl durch den Stadtrat tritt er nun die Nachfolge von Martin Schneier an, der sein Amt, wie im März 2020 wie angekündigt, zur Verfügung gestellt hatte. Martin Schneier ist weiterhin als Leiter des Sachgebietes Brand- und Katastrophenschutz tätig.  Limbach begann seine Feuerwehrlaufbahn bei der Freiwilligen Feuerwehr in Sennfeld, war unter anderem  Fachkreisbrandmeister Atemschutz und ist seit mehr als 20 Jahren Feuerwehrbeamter bei der Ständigen Wache der Feuerwehr Schweinfurt. Seit 2015 führt er die Wachabteilung 2 und ist zudem stellvertretender Sachgebietsleiter. Er bildet zukünftig mit Stadtbrandinspektor Florian Körblein und Stadtbrandmeister Michael Spath die Führung der Feuerwehr Schweinfurt.

Aufgrund der bestehenden Vorgaben zum Infektionsschutz fand die diesjährige Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schweinfurt nicht wie gewohnt im Ausbildungsaal, sondern in der Fahrzeughalle der Feuerwache statt. Oberbürgermeister Sebastian Remelé eröffnete die Versammlung, zu der auch zahlreiche Gäste erschienen waren. Neben den Ehrenstadtbrandräten Dieter Becker und Roland Keller auch Ehrenstadtbrandinspektor Karl-Heinz Thiemer sowie Vertreter der Kreisbrandinspektion und der Hilfsorganisationen. In seinem Grußwort betonte Remelé welchen großen und wichtigen Beitrag die Feuerwehr im Rahmen des Katastrophenschutzes zur Bekämpfung der Coronapandemie geleistet hat und zum Teil immer noch leistet. Neben umfangreichen Logistikaufgaben, der Einrichtung des Testzentrums in der Humboldt-Turnhalle und später in der Ledward Kaserne, der mobilen Impfaufklärung und der Unterstützung der mobilen Impfaktion auf Parkplätzen und öffentlichen Flächen, war zu keinem Zeitpunkt die Einsatzbereitschaft der haupt- und ehrenamtlichen Kräfte eingeschränkt oder gar gefährdet. Dem scheidenden Kommandanten Schneier dankte er für sein großartiges Engagement in den letzten Jahren und betont welchen wichtigen Beitrag dieser für die Weiterentwicklung der Feuerwehr geleistet hat und das er auch in seiner Funktion als Sachgebietsleiter weiterhin einen wichtigen Beitrag für die Feuerwehr leisten werde.

Beim Jahresrückblick ging Schneier auf die besonderen Herausforderungen der Pandemie ein, die sich zum einen in den Einsatzzahlen widerspiegelten, aber auch einen großen Einfluss auf den Alltag bei der Feuerwehr hatten. So mussten große Teile der Aus- und Fortbildung online abgewickelt werden, Veranstaltungen in Präsenz die keinen dienstlichen Bezug hatten gänzlich ausfallen. Auch die gemeinsamen Übungen mit anderen Feuerwehren oder dem Technischen Hilfswerk konnten nicht stattfinden. Bei den Einsatzzahlen verzeichnete man mit 929 einen Rückgang in Summe von knapp 11%, der im Wesentlichen auf die gesunkene Anzahl von Sicherheitswachen bei Veranstaltungen zurückzuführen ist. Im Gegenzug sind die sonstigen Tätigkeiten stark gestiegen, da hier alle Einsätze, die im Rahmen der Pandemiebekämpfung angefallen waren, erfasst worden sind. Ebenso ist die Zahl der überörtlichen Einsätze und die der Wachbesetzungen gestiegen, da durch eine Anpassung in der Alarmierungsplanung von Stadt und Landkreis eine intensivere Zusammenarbeit mit den benachbarten Gemeinden umgesetzt werden konnte. Besonders zu erwähnen ist die Zahl von 168 Einsätzen der ehrenamtlichen Kräfte, davon 69 die man der Pandemiebekämpfung zuordnen kann.

Beschaffungstechnisch waren die vergangenen eineinhalb Jahre jedoch alles andere als eingeschränkt. Für die Freiwillige Feuerwehr beschaffte man zusätzliche Spinde, die in der Fahrzeughalle aufgestellt worden sind, die Steuerung der Atemschutzübungsanlage wurde auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Aus Mitteln des Katastrophenschutzes wurde ein neuer Einsatzleitwagen gekauft.  Für den aktuell in der Beschaffung befindlichen Rüstwagen ergänzt nun ein Festrumpfschlauchboot, das auf einem Anhänger verladen ist, um es bei Personenrettungen schnell in den Einsatz bringen zu können die Ausstattung. Im ersten Halbjahr 2021 konnte darüber hinaus noch ein Verkehrsabsicherungsanhänger, ein neues Tanklöschfahrzeug sowie ein Abrollbehälter Gefahrgut übernommen werden.

Die Anzahl der Mitglieder im ehrenamtlichen Bereich ist trotz der Pandemie leicht angestiegen, was auf die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der sozialen Medien zurückzuführen ist. Trotz der Widrigkeiten startete zu Beginn des Jahres 2021 ein Basismodul der modularen Truppausbildung. Leider ist jedoch das jüngste Kind der Schweinfurter Feuerwehr, die Kinderfeuerwehr pandemie- und personalbedingt aktuell immer noch im Wartemodus. Es wird intensiv an einer Fortsetzung gearbeitet, hierzu wird die Feuerwehr zeitnah informieren wann und wie die Kinderfeuerwehr wieder ihren Betrieb aufnehmen wird.

Bevor zur Wahl des neuen Kommandanten übergeleitet wurde, blickte der scheidende Amtsinhaber auf seine Amtszeit von 2016 bis heute zurück. Die Durchführung und der Beginn der Umsetzung der Feuerwehrbedarfsplanung, der erste Grundausbildungslehrgang für die Ständige Wache in diesem Jahr sowie die Gründung der Kinderfeuerwehr waren markanten Eckpunkte, die er in seinen Ausführungen besonders hervorhob.

Beim anschließenden Wahlgang wurde Frank Limbach als alleiniger Kandidat mit 72 von 76 abgegebenen Stimmen für die nächsten sechs Jahre gewählt. Als erster Gratulant überbrachte Kreisbrandrat Holger Strunk in seinem Grußwort die besten Glückwünsche vom Kreis- und Bezirksfeuerwehrverband für den neuen Amtsinhaber.

Ebenfalls zur Wahl stand das Amt der Vertrauensperson. Amtsinhaber Michael Lamprecht konnte hierbei für eine weitere Periode wieder gewählt werden.

Stadtjugendwart Tim Ullrich berichtete anschließend ebenfalls von den großen Einschränkungen bei den Aktivitäten der Jugendfeuerwehr, welche den Übungsbetrieb im Jahr 2020 pandemiebedingt noch stärker herunterfahren musste als die aktive Wehr.

 Im Anschluss an die Dienstversammlung der Feuerwehr knüpfte die Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereines an. Diesen traf die Coronapandemie hinsichtlich des Vereinslebens noch schlimmer als die aktive Wehr, so der Vorstandsvorsitzende Jochen Ankenbrand in seinem Rückblick. Sämtliche Veranstaltungen sagte man ab, lediglich die Vorstandschaft kam virtuell zu sechs Sitzungen zusammen. Um den Kontakt zu den Vereinsmitgliedern zu halten informierte man über die weitere Planung mittels Vereinsbrief. Für die aktiven Feuerwehrdienstleistenden organsierte man ein kleines Weihnachtspräsent, welches von den Vorstandsmitgliedern und den Führungskräften der Freiwilligen Feuerwehr persönlich verteilt worden ist. So konnte man zumindest die Anerkennung des Vereins für die Aktivitäten in dieser sehr angespannten Zeit deutlich ausdrücken. Für dieses Jahr ist nun geplant, die traditionelle Weihnachtsfeier im Hof der Feuerwache in Form einer Hofweihnacht durchzuführen, sofern sich die Pandemische Lage nicht wieder verschlimmert.

 Für langjährige Mitgliedschaft im Verein wurden ausgezeichnet:

10 Jahre: Felix Baumann, Marco Belz, Florian Geißler, Michael Geißler, Tobias Gerstner, Rita Göb, Elisabeth Hartmann, August Hartmann, Sandra Heinelt, Timo Heinelt, Gustl Hofmann, Ursula Hofmann, Andreas Oesterreich, Florian Pernpeintner, Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Alexander Schoppelrey, Barbara Voit, Gina Voit, Hannes Wetzel, Reiner Zinser

20 Jahre: Benjamin, Immler, Tim Ullrich

30 Jahre: Alex, Dabisch, Holger Steinmüller

40 Jahre: Udo Fischer

50 Jahre: Ehrenstadtbrandrat Dieter Becker

 

Florian Körblein (SBI)

Ausbildung für Einsätze im Gleisbereich

Alarmierungen auf die Betriebsbereiche der Deutschen Bahn sind zwar nicht alltäglich, kommen im Bereich Schweinfurt aber durchaus mehrmals im Jahr vor. Diese erstrecken sich von Böschungsbränden am Bahndammbereich, Unfällen mit Personen am Gleis oder auslaufendem Diesel aus Triebfahrzeugen.

Im Rahmen der Wachausbildung wurde die Wachabteilung 3 der Ständigen Wache einsatzbedingt an zwei Vormittagen auf die Gefahren bei Brand-, Hilfeleistungs- und Gefahrguteinsätzen im Gleisbereich vorbereitet. Dabei erläuterte der zuständige Notfallmanager Detlef Greubel in einem einstündigen Vortrag, wie die Deutsche Bahn (DB) Feuerwehren bei Einsätzen im unterstützt. Das nicht alle Schienenfahrzeuge der DB gehören wurde genauso besprochen, wie verschieden mögliche Zuständigkeiten in Teilen des Streckennetzes. Die entstehende Sogwirkung durch mit hoher Geschwindigkeit vorbeifahrende Züge, mögliche Spannungstrichter durch umgestürzte Bäume in Oberleitungen, aber auch Gefahren durch elektronisch gesteuerte Weichen sind nur einige der ständig zu beachtenden Gefahren für die Kräfte der Feuerwehren.

Im Anschluss erläuterte der zuständige „Fachdienstleiter Oberleitung“ theoretisch und praktisch die hohe Relevanz des Erdens der Oberleitung vor und nach einer möglichen Schadensstelle. Auch hier wurde intensiv über zusätzliche Schutzmöglichkeiten für Einsatzkräfte gesprochen. Zudem erfolgte eine praktische Unterweisung zu Gefahren durch Schienenweichen.

Wie eine mögliche Streckensperrung bei Unfällen im Gleisbereich abläuft, erläuterte Herr Greubel im ständig besetzten Stellwerk des Schweinfurter Hauptbahnhofs. Die hohe Frequenz an Rangier-, Personen- und Güterfahrten, welche eine gleichbleibend hohe Konzentration der Fahrdienstleiter erfordern, beeindruckte die Feuerwehrbeamten.

Den Abschluss der Ausbildungseinheit bildete eine praktische Kurzunterweisung an einem Triebfahrzeug bzw. einer Diesellokomotive, bei der u. a. auf mögliche Hebepunkte des Aufbaus bzw. des Drehgestells, die Baureihe (relevant für Suche nach Einsatzmerkblättern) sowie Gewicht oder Tankinhalte eingegangen wurde.

Wissenswertes: Um benötigtes feuerwehrtechnisches Material auch im Schienenbereich schnell zur Einsatzstelle zu bringen, hält die Feuerwehr Schweinfurt den von der Deutschen Bahn zur Verfügung gestellten „Rüstsatz Bahn“ vor. Dieser besteht aus 2 schienenfahrbaren Rollwagen und 5 Schleifkorbtragen. Ergänzt wird er durch eine eigens beschaffte schienenfahrbare Arbeits-/Rettungsplattform, welche künftig auf dem neuen Rüstwagen verlastet sein wird. Ein weiterer Rüstsatz ist bei der Feuerwehr Werneck im Landkreis Schweinfurt stationiert.

Die Wachabteilung 3 bedankt sich im Namen der Feuerwehr Schweinfurt für die lehrreiche und kurzweilige Zeit am Hauptbahnhof sowie die grundsätzlich sehr gute Zusammenarbeit.

(MR)

Atemschutzübungsstrecke

Die Feuerwehr Schweinfurt ist in der glücklichen Situation, eine eigene Atemschutzübungsstrecke zu haben, die neben den eigenen Kräften auch von den Werkfeuerwehren und einigen Feuerwehren aus dem Landkreis Schweinfurt genutzt wird. Der Hauptzweck ist die Durchführung der jährlichen Belastungsübung. In den Jahren 2019 wurden die Arbeitsmessgeräte und 2020 die komplette Steuer- und Überwachungstechnik der Anlage aus dem Jahr 1988 modernisiert.

Die Stecke gliedert sich in die Teilbereiche Kontrollraum, Trainingsraum mit Arbeitsmessgeräten, Trainingseinrichtung Tank und Industrierohranlage, Hitzegewöhnungsraum und Übungslabyrinth.

Kontrollraum

Vom Kontrollraum kann der Übungsverlauf gesteuert und überwacht werden. Die komplette Anlage ist Kameraüberwacht, was durch Infrarot- und Wärmebildkameras in jeder Situation gewährleistet ist. Jeder Teilnehmer erhält einen Transponder, mit dem er sich bei den Arbeitsgeräten und der Übungsstrecke an- und abmeldet. Bei der Registrierung wird die zu erbringende Leistung der einzelnen Geräte festgelegt.

Trainingsraum mit Arbeitsmessgeräten

Im Trainingsraum befindet sich eine Endlosleiter, ein Oberkörperergometer, ein Laufband und ein Schlaghammer um vor dem Begehen der Übungstrecke

Trainingseinrichtung Tank und Industrierohranlage

Hier können Rettungen aus einem begehbaren Tank simuliert werden oder unter CSA Übungen an den Industrierohren durchgeführt werden.

Hitzegewöhnungsraum

Der Hitzegewöhnungsraum simuliert die bei der Brandbekämpfung üblichen Temperaturen.

Übungslabyrinth

Das Übungslabyrinth hat viele Hinderniselemente und geht über zwei Etagen um die Orientierungsfähigkeit und Belastbarkeit zu trainieren. Effekte wie Nebel, Geräusch und Dunkelheit schaffen realitätsnahe Umgebungsbedingungen.

(Martin Schneier)

Karriere bei der Feuerwehr Schweinfurt

Wachabteilungsleitung (m/w/d) A10 für die Ständige Wache der Freiwilligen Feuerwehr

Die kreisfreie Stadt Schweinfurt sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine "Wachabteilungsleitung (m/w/d)"
Bewerbungsschluss ist der 25. Oktober 2021.

Infos hierzu finden sie auf der Homepage der Stadt Schweinfurt.


Brandmeisteranwärter (m/w/d) für die Ständige Wache der Freiwilligen Feuerwehr

Für die Brandmeisterausbildung ab Frühjahr 2022 ist bereits Bewerbungsende.
Einstellungstest: 25. September + 09. Oktober 2021
Einstellungsgespräche: geplant KW41 - 2021
Besetzungszeitpunkt: geplant März 2022

Die nächste Brandmeisterausbildung wird eventuell 2023 stattfinden.
Infos hierzu finden sie rechtzeitig auf der Homepage der Stadt Schweinfurt.
Bewerbungsende: noch nicht festgelegt und freigeschaltet
Einstellungstest: vermutlich Oktober 2022 
Einstellungsgespräche: vermutlich Oktober 2022 
Besetzungszeitpunkt: vermutlich März 2023


Brandmeister/in (A 7 / A 8 BayBesO) für die Ständige Wache der Freiwilligen Feuerwehr

aktuell keine offene Stellen

Initiativbewerbung jederzeit über Stellenausschreibung möglich.


Feuerwehrmann/-frau ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr

Besetzungszeitpunkt: jederzeit

Weitere Infos unter: Freiwillige Feuerwehr

zur Stadt Schweinfurt

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zum LFV Bayern

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FW Schweinfurt

Adolf-Ley-Straße 1
97424 Schweinfurt
Telefon 09721/51-6300

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